92/104/EC - Council Directive 92/104/EEC of 3 December 1992 on the minimum requirements for improving the safety and health protection of workers in surface and underground mineral-extracting industries (twelfth individual Directive within the meaning of Article 16 (1) of Directive 89/391/EEC)
Die Richtlinie 92/104/EWG legt Mindestvorschriften zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer in übertägigen und untertägigen mineralgewinnenden Betrieben fest. Sie ergänzt die allgemeine Arbeitsschutzrichtlinie 89/391/EWG und regelt spezifische Anforderungen für diese besonders risikobehafteten Arbeitsbereiche. Arbeitgeber sind verpflichtet, Arbeitsstätten sicher zu konzipieren, den Betrieb durch qualifiziertes Personal zu überwachen, Gefahren zu identifizieren und geeignete Maßnahmen umzusetzen. Dazu gehören auch Brand- und Explosionsschutz, Flucht- und Rettungsmittel sowie Kommunikations- und Alarmsysteme. Arbeitnehmer sind umfassend zu unterrichten, präventivmedizinisch zu überwachen und in Sicherheitsvorschriften einzubeziehen. Arbeitsstätten, die nach Inkrafttreten der Richtlinie neu genutzt werden, müssen die festgelegten Mindestanforderungen erfüllen, bestehende Anlagen haben eine Übergangsfrist von neun Jahren. Besondere Vorschriften zur Koordinierung bei geteilten Arbeitsstätten, zur Unfallmeldung und zur Anpassung technischer Anforderungen sind ebenfalls enthalten. Ziel ist es, die Risiken in mineralgewinnenden Betrieben zu minimieren und den Gesundheitsschutz auf einem hohen Niveau sicherzustellen.
Zweck
Die Richtlinie 92/104/EWG des Rates vom 3. Dezember 1992 legt Mindestvorschriften für die Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer in übertägigen oder untertägigen mineralgewinnenden Betrieben fest. Sie stellt die zwölfte Einzelrichtlinie im Sinne des Artikels 16 Absatz 1 der Richtlinie 89/391/EWG dar. Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen in diesen Betrieben zu regeln und dadurch die Gesundheit und Sicherheit der dort beschäftigten Arbeitnehmer zu verbessern.
Die Richtlinie erkennt an, dass Arbeitnehmer in mineralgewinnenden Betrieben überdurchschnittlich hohen Risiken ausgesetzt sind. Sie ergänzt und präzisiert die allgemeinen Vorschriften zur Arbeitssicherheit und bezieht sich auf spezifische Anforderungen dieser Branche. Die Einhaltung der Mindestvorschriften ist notwendig, um Gefährdungen zu minimieren und Unfälle zu verhindern.
Wichtige Verpflichtungen
Arbeitgeberpflichten (§ Artikel 3 ff.): Arbeitgeber müssen alle erforderlichen Maßnahmen treffen, um Arbeitsstätten so zu gestalten, auszustatten, zu betreiben und zu unterhalten, dass die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer gewährleistet ist. Dazu zählt auch die Beaufsichtigung der Arbeitsstätten durch qualifizierte Verantwortliche, die transparente und verständliche Sicherheitsanweisungen sowie die Bereitstellung von Erste-Hilfe-Einrichtungen und die Durchführung regelmäßiger Sicherheitsübungen.
Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument: Arbeitgeber haben ein Dokument zu erstellen und aktuell zu halten, das Gefährdungen erfasst, Maßnahmen festlegt und belegt, dass Arbeitsstätten und Ausrüstung sicher gestaltet und betrieben werden. Dieses Dokument ist vor Aufnahme der Tätigkeit zu fertigen und bei wesentlichen Änderungen zu aktualisieren.
Meldung von Unfällen: Schwere oder tödliche Unfälle sowie gefährliche Vorkommnisse sind unverzüglich den zuständigen Behörden zu melden.
Brand- und Explosionsschutz: Arbeitgeber haben geeignete Maßnahmen zur Verhinderung und Bekämpfung von Bränden und Explosionen sowie zum Schutz vor gefährlichen Atmosphären zu treffen.
Flucht- und Rettungseinrichtungen: Bereitstellung und Wartung von Flucht- und Rettungsmitteln sind verpflichtend, damit Arbeitnehmer im Gefahrenfall die Arbeitsstätte schnell und sicher verlassen können.
Kommunikations- und Alarmsysteme: Es müssen Systeme zur Alarmierung und Kommunikation vorhanden sein, die eine unverzügliche Einleitung von Hilfs- und Evakuierungsmaßnahmen ermöglichen.
Information und Unterrichtung der Arbeitnehmer: Arbeitnehmer und ihre Vertreter sind umfassend über alle Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen zu unterrichten; die Informationen müssen verständlich sein.
Präventivmedizinische Überwachung: Maßnahmen müssen getroffen werden, mit denen Beschäftigte einer angemessenen medizinischen Vorsorge entsprechend den Risiken unterzogen werden, bevor sie bestimmte Tätigkeiten aufnehmen, und regelmäßig während der Ausübung.
Beteiligung der Arbeitnehmer: Arbeitnehmer und ihre Vertreter sind gemäß Richtlinie 89/391/EWG an sicherheits- und gesundheitsbezogenen Maßnahmen zu beteiligen.
Mindestvorschriften an Arbeitsstätten (§ Artikel 10): Neue Arbeitsstätten müssen spätestens ab Inkrafttreten den Mindestanforderungen genügen; bestehende haben innerhalb neun Jahren nach Inkrafttreten entsprechend nachzurüsten. Änderungen und Erweiterungen an Arbeitsstätten müssen den Mindestanforderungen entsprechen.
Betroffene Produkte und Akteure
Übertägige oder untertägige mineralgewinnende Betriebe: Unternehmen und Einrichtungen, die Mineralien gewinnen (ober- oder unterirdisch), diese aufsuchen mit Blick auf spätere Gewinnung oder das Fördergut aufbereiten – ausgenommen Betriebe, in denen Mineralien mittels Bohrungen gefördert werden (diese fallen unter Richtlinie 92/91/EWG).
Arbeitgeber und Beschäftigte in diesen Betrieben, einschließlich der Verantwortlichen für Sicherheitsaufgaben und der Aufsichtspersonen.
Zuständige Behörden auf nationaler Ebene, die für die Kontrolle und das Unfallmeldewesen zuständig sind.
Sozialpartner und Arbeitnehmervertretungen, die bei der Umsetzung beteiligt sind.
Umsetzungszeitplan
Die Mitgliedstaaten mussten die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften bis spätestens 24 Monate nach Annahme der Richtlinie erlassen und damit die Vorschriften in nationales Recht umsetzen.
Bereits bestehende Arbeitsstätten hatten spätestens neun Jahre nach dem genannten Zeitpunkt die Mindestvorschriften zu erfüllen.
Änderungen, Erweiterungen und Umgestaltungen an Arbeitsstätten sollten unmittelbar nach Inkrafttreten der Richtlinie die Mindestanforderungen umsetzen.
Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, alle fünf Jahre Berichte über die praktische Anwendung der Richtlinie zu erstellen und der Kommission vorzulegen. Die Kommission informiert hierzu das Europäische Parlament, den Rat und Sozialgremien.
Diese Richtlinie trägt zur einheitlichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen und des Gesundheits- und Arbeitsschutzes in der Mineralgewinnung innerhalb der Europäischen Union bei und stellt damit einen wichtigen Teil der sozialen Dimension des Binnenmarktes dar.
Die Richtlinie 92/104/EWG gilt für alle übertägigen oder untertägigen mineralgewinnenden Betriebe, deren Tätigkeit das eigentliche Gewinnen von Mineralien über oder unter Tage umfasst, einschließlich der Aufsuchung zum Zwecke einer späteren Gewinnung sowie der Aufbereitung des Förderguts für den Verkauf. Ausgenommen sind Betriebe, in denen Mineralien durch Bohrungen gewonnen werden, die unter die Richtlinie 92/91/EWG fallen. Die Richtlinie erstreckt sich auf alle Arbeitsstätten dieser Betriebe, einschließlich Haupt- und Nebenbetrieben sowie Abraumhalden und gegebenenfalls vorhandener Unterkünfte, zu denen Arbeitnehmer Zugang haben. Sie dient der Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer, die in diesen Bereichen wegen der Natur ihrer Tätigkeiten oft überdurchschnittlich hohen Risiken ausgesetzt sind.
Direktiva Sveta 92/104/EGS določa minimalne zahteve za izboljšanje varnosti in zdravja delavcev pri dejavnostih površinskega in podzemnega pridobivanja rudnin. Namenjena je zagotavljanju višje ravni zaščite delavcev, ki so izpostavljeni velikim tveganjem zaradi narave dela. Direktiva zahteva, da delodajalci zagotovijo varno načrtovanje, izvedbo, opremljenost, obratovanje in vzdrževanje delovnih mest ter ustrezno usposabljanje delavcev. Prav tako morajo vzpostaviti sisteme za preprečevanje požarov, eksplozij in škodljivega ozračja, omogočiti hitre in varne izhode v sili ter zagotoviti komunikacijske in alarmne sisteme. Delodajalci so dolžni obveščati delavce o tveganjih in varnostnih ukrepih, izvajati zdravstveni nadzor ter sodelovati z delavci pri izboljšavah. Direktiva vključuje tudi poseben dokument o varnosti in zdravju, ki podrobno opisuje tveganja in ukrepe. Države članice morajo do 24 mesecev po sprejetju direktive prilagoditi svojo zakonodajo in vsake pet let poročati o njenem izvajanju. Namen direktive je prispevati k varnemu in zdravemu delovnemu okolju pri pridobivanju rudnin v EU.
Namen
Direktiva Sveta 92/104/EGS določa minimalne zahteve za izboljšanje varnosti in zdravja delavcev v dejavnostih površinskega in podzemnega pridobivanja rudnin. Gre za posebni predpis v okviru splošne Direktive 89/391/EGS o varnosti in zdravju pri delu, ki posebej obravnava področje pridobivanja rudnin zaradi njegovega visokega tveganja za delavce. Direktiva dopolnjuje splošna pravila varnosti pri delu z natančnejšimi in strožjimi določbami, prilagojenimi posebnostim rudarske dejavnosti.
Ključne obveznosti
Splošne obveznosti delodajalcev: Delodajalci morajo zagotoviti varno načrtovanje, izvedbo, opremljenost in vzdrževanje delovnih mest, upravljanje delovnih mest pod nadzorom usposobljene odgovorne osebe, izvajanje varnostnih navodil in redno usposabljanje delavcev.
Dokument o varnosti in zdravju: Potreben je stalno posodobljen dokument, ki vsebuje oceno tveganj, ukrepe za varnost in zdravje ter varnostno ureditve.
Usklajevanje med delodajalci: Na delovnih mestih z delavci iz različnih podjetij je treba usklajevati varnostne ukrepe in določiti odgovornosti.
Obveščanje in sodelovanje delavcev: Delavci in njihovi predstavniki morajo biti obveščeni o tveganjih in ukrepih ter vključeni v varnostne postopke.
Nujni varnostni ukrepi: Vključujejo ukrepe za preprečevanje požarov, eksplozij in škodljivega ozračja ter vzpostavitev izhodov v sili, komunikacijskih in alarmnih sistemov.
Zdravstveni nadzor: Delavcem je treba zagotoviti ustrezne zdravstvene preglede pred zaposlitvijo in v rednih presledkih.
Minimalne zahteve delovnih mest: Nova delovna mesta morajo izpolnjevati minimalne stopnje varnosti in zdravja, ki so opredeljene v prilogi direktive, pri obstoječih delovnih mestih pa jih je potrebno izpolniti najkasneje v roku devetih let po uveljavitvi direktive.
Vzdrževanje opreme: Obvezna je redna kontrola, vzdrževanje in dokumentiranje strojne in električne opreme ter varnostne naprave.
Varni delovni postopki: Vzpostavitev postopkov, ki preprečujejo tveganja, ter po potrebi uvedba sistema delovnih dovoljenj za nevarna dela.
Posebne navedbe: Države članice lahko izključijo pridobivanje rudnin z bagri iz področja uporabe, če zagotovijo varnost po splošnih načelih.
Vplivani proizvodi in akterji
Dejavnosti: Površinsko in podzemno pridobivanje rudnin, vključno z raziskovanjem in pripravo pridobljenih snovi za prodajo (pretežno brez predelave).
Delavci: Vsi zaposleni na delovnih mestih, ki so vključena v rudarske procese in pomočne dejavnosti, ter delavci, ki imajo dostop do teh območij.
Delodajalci: Zavezani k spoštovanju varnostnih zahtev na rudarskih deloviščih, vključno z organizacijo dela, usposabljanjem in zagotavljanjem zaščitne opreme.
Nacionalni organi: Odgovorni za prenos direktive v nacionalno zakonodajo, nadzor nad izvajanjem in obveščanje Evropske komisije.
Rok za izvedbo
Direktiva je bila sprejeta 3. decembra 1992.
Države članice so morale uvesti ustrezne zakone in predpise za izvajanje direktive najpozneje v 24 mesecih po sprejetju, to je do decembra 1994.
Delovna mesta, ki že obstajajo, morajo izpolnjevati minimalne zahteve najpozneje do devet let po uveljavitvi direktive. To pomeni, da so imela roke do leta 2001 za popolno uskladitev.
Nadaljnje obveščanje Evropske komisije o izvajanju direktive je predvideno vsaj na vsakih pet let.
Direktiva 92/104/EGS zagotavlja celovit pravni okvir za varovanje zdravja in varnosti pri delu v rudarstvu, s posebnim poudarkom na tveganjih, značilnih za površinsko in podzemno pridobivanje rudnin.
Direktiva 92/104/EGS se nanaša na minimalne zahteve za izboljšanje varnosti in zdravja delavcev v dejavnostih površinskega in podzemnega pridobivanja rudnin. Uvaja pravila in standarde za zaščito delavcev, ki so pri teh dejavnostih izpostavljeni visokemu tveganju, in določa organizacijo delovnih mest, uporabo opreme, varnostne ukrepe ter zdravstveni nadzor. Direktiva zajema aktivnosti pridobivanja, raziskovanja in priprave rudnin za prodajo, medtem ko izključuje predelavo pridobljenih snovi (razen pri pridobivanju rudnin z vrtanjem). Nanaša se na delovna mesta in pripadajoče objekte ter postroje, vključno z razbremenilnimi deponijami in bivalnimi prostori za delavce. Namenjena je predvsem izboljšanju varnosti pri delu v rudarstvu na površju in pod zemljo ter ureja tudi obveznosti delodajalcev glede načrtovanja, nadzora, obveščanja, usposabljanja in ukrepov v izrednih razmerah.
General Information
Frequently Asked Questions
An EU Directive is a legislative act of the European Union that sets out goals that all EU member states must achieve. However, it is up to each member state to devise their own laws on how to reach these goals through national transposition. Directives are used to harmonize laws across the EU, particularly for the functioning of the single market.
Directive 92/104/EC covers "Council Directive 92/104/EEC of 3 December 1992 on the minimum requirements for improving the safety and health protection of workers in surface and underground mineral-extracting industries (twelfth individual Directive within the meaning of Article 16 (1) of Directive 89/391/EEC)". There are 36 standards associated with this directive.
Harmonized standards under 92/104/EC are European standards (ENs) developed by CEN, CENELEC, or ETSI in response to a mandate from the European Commission. When these standards are cited in the Official Journal of the European Union, products manufactured in conformity with them benefit from a presumption of conformity with the essential requirements of 92/104/EC, facilitating CE marking and free movement within the European Economic Area.